Cabernet Franc: der unbekannte Franzose

Anders als der eng verwandte Cabernet Sauvignon ist der Cabernet Franc selbst unter Weinkennern weitgehend unbekannt. Die robuste Rebsorte mit den dunklen Trauben wird in der Regel als Verschnittwein genutzt und ist deshalb ein Bestandteil vieler großer Rotweine.

Ein echter Franzose

Wie wissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben, stammt der Cabernet Franc von wilden Reben ab, die bereits vor Jahrhunderten im Herzen Frankreichs heimisch waren. Dieses wilde Erbe ist ihm bis heute anzumerken, denn die widerstandsfähigen Reben gedeihen auch in vergleichsweise ungünstigen, kühlen Lagen und bei schlechten Witterungsbedingungen. Dennoch erreicht er meist ein bis zwei Wochen vor dem Cabernet Sauvignon die volle Reife. Dadurch eignet er sich als Grundlage für unterschiedliche Cuvées, weshalb er inzwischen auch von Winzern außerhalb Frankreichs geschätzt wird.

Sanfter Geschmack und volle Aromen

Ein weiterer Vorteil des Cabernet Franc ist sein geringer Gehalt an Säure und Tanninen, die seinen reichhaltigen Aromen den Vortritt lassen. Je nach Lage erinnert der fruchtige Wein an Himbeeren, Erdbeeren oder schwarze Johannisbeeren, und auch feine Noten von Pfeffer, Veilchen und Lakritze. Der intensive Geschmack des hellen Rotweins rundet körperreichere Sorten perfekt ab. Allen Weinliebhabern, die gerne französischen und italienischen Wein kaufen, empfiehlt das Weinportal www.weintrend.com unterschiedliche auf dem Cabernet Franc basierende Cuvées zu probieren und sich von der enormen Wandlungsfähigkeit dieser Traube überzeugen zu lassen. Inzwischen wird der Cabernet Franc aber insbesondere im Loiretal zunehmend auch sortenrein ausgebaut. Dabei setzen die Winzer auf eine verlängerte Reifezeit, mit der sich der Charakter des sonst meist jung weiterverarbeiteten Weins voll entfalten kann. Auf diese Weise werden seit kurzem Qualitätsweine produziert, die problemlos mit dem Cabernet Sauvignon und dem Merlot mithalten können.